Trotz massiver Proteste zerstört der indonesische Palmöl-Hersteller Sinar Mas laut Greenpeace weiter tropischen Regenwald. Der Konzern habe sich nicht an seine Zusage gehalten, ab Juli die Rodungen von ökologisch wertvollem Urwald zu beenden, erklärte die Umweltorganisation im indonesischen Jakarta. Greenpeace stütze sich dabei auf Luftaufnahmen einer großen Palmöl-Plantage im Westen Borneos von Anfang Juli. Einige der Fotos zeigten Baumaschinen, die auf mehr als drei Meter tiefen Torfmooren im Einsatz seien.
Trotz massiver Proteste zerstört der indonesische Palmöl-Hersteller Sinar Mas laut Greenpeace weiter tropischen Regenwald. Die Umweltschützer stützen sich bei ihren Anschuldigungen auf Luftaufnahmen einer großen Palmöl-Plantage im Westen Borneos.
Torfmoore binden ähnlich wie die Bäume und Pflanzen der Urwälder besonders viel klimaschädliches Kohlendioxid. Der Konzern wies die Vorwürfe zurück. Alle Plantagen befänden sich auf “bereits schlechten Böden”, erklärte der Chef der Sinar-Mas-Palmöl-Tochter Smart, Daud Dharsono. Greenpeace hatte Sinar Mas wiederholt vorgeworfen, der Konzern verletze internationale Standards und indonesisches Recht, sei an Landkonflikten beteiligt und rode Regenwälder in Orang-Utan-Gebieten.
Greenpeace hatte dabei außerdem dem Nestlé-Konzern vorgeworfen, massenhaft Palmöl von Sinar Mas zu kaufen und in seinen Produkten wie dem Schokoriegel Kitkat zu verwenden. Der Schweizer Großkonzern hatte seine Geschäftsbeziehungen mit Sinar Mas daraufhin gekündigt. Zuvor hatten bereits die Lebensmittelriesen Unilever und Kraft ihre Verträge mit der indonesischen Firma gekündigt.