Gut vier Monate nach dem Untergang der Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko beginnt heute die juristische Aufarbeitung der Katastrophe. Sieben Bundesrichter in Boise in Idaho sehen sich rund 200 Einzelklagen von Betroffenen aus mehreren Bundesstaaten gegenüber. Die Richter müssen sich zunächst mit zwei Hauptfragen auseinandersetzen: Lassen sich die Klagen zu einer Sammelklage zusammenfassen? An welchem Gerichtsort und unter welchem Vorsitz werden die Anhörungen im Vorfeld des möglichen Prozesses angesiedelt?

Gut vier Monate nach dem Untergang der Ölbohrinsel “Deepwater Horizon” im Golf von Mexiko beginnt heute die juristische Aufarbeitung der Katastrophe. Sieben Bundesrichter in Boise in Idaho sehen sich rund 200 Einzelklagen gegenüber. Das Archivfoto zeigt Ölplattformen und Schiffe am ehemaligen Standort der untergegangenen Bohrinsel “Deepwater Horizon”.

Eine Entscheidung wird allerdings erst in zwei Wochen erwartet. Doch schon in Idaho werden Vertreter aller Beteiligten zugegen sein: vom Mineralölkonzern BP ebenso wie von Seiten der Opfer der Ölpest.

Eine Entlastungsbohrung soll die Ölquelle unter der gesunkenen Bohrinsel “Deepwater Horizon” erreichen. Anschließend will BP das lecke Bohrloch zunächst mit schwerem Bohrschlamm und dann mit Zement verschließen.

Die “Deepwater Horizon” war Ende April nach einer Explosion im Golf von Mexiko gesunken. Elf Arbeiter starben bei dem Unglück, Millionen Barrel Öl flossen seitdem ins Meer. Es handelt sich um die größte Umweltkatastrophe in der Geschichte der Vereinigten Staaten. BP rechnet mit Belastungen von insgesamt mehr als 30 Milliarden Dollar wegen der Ölpest.

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