Das von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Gutachten zur Energiepolitik hält einem Medienbericht zufolge längere Laufzeiten für Atomkraftwerke für verzichtbar. Wie das “Handelsblatt” unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, ergibt sich aus den Szenarien, dass ein Verzicht auf eine Verlängerung der Laufzeiten weder nennenswerten Einfluss auf die Strompreise noch auf die Versorgungssicherheit hätte. Ohne eine Verlängerung der Laufzeiten seien zwar massive Stromimporte aus dem benachbarten Ausland erforderlich. Es ergebe sich jedoch kein zwingender Grund für eine Verlängerung, berichtet das Blatt.
Das Energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln (EWI) und weitere Experten legen der Bundesregierung heute ihr Gutachten über die Auswirkungen einer Verlängerung von Akw-Laufzeiten vor. Die Gutachter waren von den Bundesministerien für Wirtschaft und Umwelt beauftragt worden, die Effekte einer Laufzeitverlängerung um vier, zwölf, 20 und 28 Jahre zu berechnen.
Kritiker bemängelten im Vorfeld die Vorgaben der Regierung an die Gutachter. Demnach werden bei den Laufzeitverlängerungen zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen mit berücksichtigt, nicht aber in einem “Basisszenario” ohne Laufzeitverlängerung.