Schiffe an der Ölbohrplattform 'Deepwater Horizon' (AFP) Foto: Chris GraythenDer Ölkonzern BP hat bisher mehr als sechs Milliarden Dollar wegen der Ölpest im Golf von Mexiko ausgegeben. Die Kosten der Katastrophe beliefen sich bisher auf 6,1 Milliarden Dollar (4,6 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen mit. Das Geld sei für den Kampf gegen das austretende Öl sowie für Hilfen an die Betroffenen ausgegeben worden. Der Konzern hatte vor kurzem mitgeteilt, er rechne mit Belastungen in Höhe von insgesamt 32,2 Milliarden Dollar durch die Katastrophe im Golf von Mexiko.

Allein im zweiten Quartal wies das Unternehmen einen Verlust von 16,9 Milliarden Dollar aus, den höchsten in der britischen Wirtschaftsgeschichte. Der Konzern will sich in den nächsten anderthalb Jahren von Vermögen im Wert von rund 30 Milliarden Dollar trennen, um die Kosten schultern zu können.

BP war es am vergangenen Freitag gelungen, mehr als 15 Wochen nach der Explosion der Ölbohrplattform “Deepwater Horizon” das Bohrloch von oben mit Zement zu verschließen. Zuvor waren geschätzte 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko ausgelaufen. Es ist der größte Ölunfall der Geschichte.

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