Landstrich in Brasilien Foto: AFP Joel SagetDie Vereinten Nationen haben in Brasilien eine Kampagne zum Kampf gegen die Wüstenbildung gestartet. Ziel des “Jahrzehnts des Kampfes gegen die Desertifikation” sei es, die bedrohliche Wüstenbildung auf dem Planeten “umzukehren und zu vermeiden”, erklärte Luc Gnacadja, Leiter der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung, in Fortaleza im Nordosten des Landes.

Wichtig sei, auf lange Sicht die Auswirkungen der Wüstenbildung auf die Armut und das Klima zu verringern, sagte Gnacadja. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte eine “globale Antwort” auf das Problem.

Nach UN-Angaben bedroht das Phänomen der Wüsten- und Steppenbildung langfristig mehr als eine Milliarde Menschen. Jährlich “verschwinden” durch Wüstenbildung und Bodenerosionen rund zwölf Millionen Hektar fruchtbarer Boden, eine Fläche so groß wie Griechenland. Die Kosten, um den Verlust dieser Nahrungsgrundlage aufzufangen, werden jährlich auf umgerechnet rund 33 Milliarden Euro geschätzt. Der UNO zufolge kann diese Erde mit speziellen Maßnahmen und Projekten jedoch durchaus wieder kultiviert werden.

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