Ban in Straßburg Foto: AFP Frederick FlorinUN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Erwartungen an den bevorstehenden Weltklimagipfel in Cancún gedämpft. In der mexikanischen Stadt werde “vermutlich” keine verbindliche internationale Vereinbarung zustandekommen, sagte er im Europaparlament. Er rechne aber mit Fortschritten in einigen Bereichen, “da wo es möglich ist”.

Als Beispiele nannte Ban unter anderem den Kampf gegen die Abholzung der Wälder und Fortschritte bei der Entwicklung neuer umweltfreundlicher Technologien. Zugleich ermahnte der UN-Generalsekretär die EU, beim Kampf gegen den Klimawandel weiterhin eine “Führungsrolle” einzunehmen.

Im Straßburger Plenarsaal des Parlaments hatte Ban zuvor energische Schritte zum Klimaschutz angemahnt. “Je länger wir warten, desto mehr werden wir zahlen”, sagte er. Bei dem Ende November in Cancún beginnenden Weltklimagipfel müssten da konkrete Fortschritte erzielt werden, wo es einen Konsens gebe. Wo noch kein Übereinstimmung in Sicht sei, müssten sich die Regierungen auf einen Weg zur Lösung der Probleme einigen.

Ban rief alle Parteien auf, in Cancún flexibel zu sein und “Mut zu notwendigen Kompromissen” an den Tag zu legen. “Es gibt keine Zeit mehr zu verschwenden”, betonte er. Es gehe um die “Gesundheit, die Sicherheit und den Wohlstand” von Millionen von Menschen. Die extremen Witterungsbedingungen, die in vielen Ländern zu beobachten seien, könnten bereits der “Eröffnungsakt” für den künftigen Klimawandel sein.

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