Die Europäische Kommission erhöht einem Zeitungsbericht zufolge den Druck auf die Mitgliedsländer, sich um eine dauerhafte Lösung des Atommüll-Problems zu kümmern. EU-Energiekommissar Günther Oettinger wolle am 3. November eine neue EU-Richtlinie zur Entsorgung von Atommüll vorstellen, berichtet die “Süddeutsche Zeitung”. Darin heiße es laut Kommissionskreisen, dass alle EU-Länder mit Atomkraftwerken innerhalb von vier Jahren nach Inkrafttreten der Richtlinie verbindliche Zeitpläne zur Endlagerung aufgestellt und nach Brüssel gemeldet haben müssen.
Die EU erteilt dem Bericht zufolge damit auch Überlegungen einzelner Mitgliedsländer eine Absage, Atommüll etwa in Russland zu entsorgen. Export und Lagerung europäischer Brennstoffabfälle außerhalb der EU sollten unterbunden werden. Zur Begründung heißt es demnach in dem Papier, die Einhaltung der Sicherheitsstandards jenseits der Grenzen sei nicht zu kontrollieren.