Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben vor dem Europaparlament in Brüssel Fässer mit Schlamm deponiert, der nach ihren Angaben radioaktiv belastet ist. Der Inhalt der Fässer stamme aus der Umgebung der Wiederaufarbeitungsanlagen La Hague in Frankreich und Sellafield in Großbritannien, teilte die Organisationmit. Der Schlamm überschreite die in der EU zulässigen Grenzwerte, betonte Greenpeace-Sprecherin Anita Merkt.
Mit der Aktion sollten die Europaabgeordneten daran erinnert werden, dass es “keine Lösung für den Atommüll gibt”, heißt es in einer Mitteilung an die Presse. Im Europaparlament soll in Kürze eine EU-Richtlinie zum Umgang mit Atommüll beraten werden. Greenpeace zufolge werden in dem bisher vorliegenden Entwurf Abfälle wie Schlamm aus der Umgebung der Wiederaufarbeitungsanlagen von der geplanten Neuregelung ausgenommen. Sie würden nicht als “Atommüll” definiert, auch wenn die Strahlung die Grenzwerte übersteige.