Geborstenes Schlackebecken Foto: AFP Attila KisbenedekDie Qualität des Trinkwassers ist gut zwei Wochen nach der Giftschlammkatastrophe im Westen Ungarns nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) “zufriedenstellend”. Das Trinkwasser in der von dem Chemieunfall betroffenen Region stelle keine Gefahr für die Bewohner dar, teilte die UN-Organisation nach einer Expertenmission an den Unglücksort in Genf mit.

Allerdings seien weiterhin regelmäßige Kontrollen von Luft, Wasser, Boden und Nahrungsmittelproduktion notwendig, um die mittel- und langfristige Belastung mit Schadstoffen, insbesondere Schwermetallen, zu prüfen, sagten die WHO-Experten. Die Gefahr durch den giftigen roten Schlamm sei deutlich gesunken, doch sollte weiterhin jede Berührung damit vermieden werden.

Am 4. Oktober war die Umfassungsmauer eines Auffangbeckens für Abfälle aus der Aluminiumfabrik von Ajka, rund 160 Kilometer westlich von Budapest, geborsten. Es ergoss sich eine Flut hochgiftigen roten Schlamms über das nahe gelegene Dorf Kolontar und verseuchte über 40 Kilometer Bäche und Flüsse. Bei der schwersten Umweltkatastrophe in der Geschichte Ungarns starben neun Menschen, 150 wurden verletzt.

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