Die USA haben unter Vorbehalt ein Moratorium für Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko vorzeitig aufgehoben. Es sei an der Zeit Bohrungen in großer Tiefe den Unternehmen wieder zu erlauben, die die verschärften Sicherheitsvorschriften einhielten, teilte US-Innenminister Ken Salazar mit. Die US-Regierung hatte im Juli einen Stopp für Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko verkündet, der bis Ende November gelten sollte.
Im April hatte die Explosion einer Ölplattform der britischen Firma BP eine riesige Ölpest ausgelöst. Seitdem wurden die Vorschriften verschärft, um Tiefseebohrungen nach Gas und Öl künftig sicherer zu machen.
Nach der Explosion der BP-Plattform hatte es 87 Tage gedauert, bis der Ölfluss ins Meer gestoppt werden konnte. In der Zeit flossen laut einer im September veröffentlichten wissenschaftlichen Studie 4,4 Millionen Barrel Öl (knapp 700 Millionen Liter) ins Wasser.