Viele Fischarten sind unter Umweltgesichtspunkten nicht zu empfehlen: In einem Vergleich von handelsüblichen Fischarten schnitten 29 Sorten als ökologisch bedenklich ab, teilte die Umweltorganisation WWF unter Berufung auf ihren aktuellen Einkaufsratgeber Fische und Meeresfrüchte mit. Eine gute Wahl für Verbraucher sind demnach Hering und Seelachs aus dem Nordostatlantik, Dorsch aus der Ostsee sowie Lachs und Forelle aus Bio-Zucht. Auf Rotbarsch, Dorade aus dem Mittelmeer, den zuletzt verstärkt gefragten Pangasius und tropische Garnelen sollten Fischesser laut WWF hingegen lieber verzichten.
Der WWF spricht in seinem Ratgeber rund 60 Empfehlungen für oder gegen den Einkauf bestimmter Sorten aus. 20 Arten gelten hingegen demnach als kaum bedenklich, 13 Sorten sollten für Verbraucher allenfalls zweite Wahl sein.
Vier Fünftel aller wirtschaftlich genutzten Fischbestände weltweit gelten derzeit als überfischt oder bis an an die ökologisch vertretbare Grenze befischt, teilte WWF mit. In den Meeren selbste richte eine Reihe von Fangmethoden massive Schäden an. Für den Fang von Seezunge im Nordostatlantik etwa werde der Meeresboden “regelrecht durchpflügt”. 90 Prozent der Tiere in den Netzen würden dabei ungenutzt in die Meere zurückgeworfen. Ostsee-Dorsch habe sich hingegen zuletzt wieder “deutlich erholt”, teilte der WWF mit. Die Fischart könne Verbrauchern deswegen “ausdrücklich als gute Wahl” empfohlen werden.