Umweltfreundlcihe Toner mit SojafüllungDer Markt für Druckerverbrauchsmaterial wächst ständig. Der Traum vom papierlosen Büro ist schon lange ausgeträumt. Mit der wachsenden Informationsflut wächst auch die die Flut von bedrucktem Papier. Tonnenweise wird Toner verbraucht, um all die wichtigen und unwichtigen Dinge des Lebens festzuhalten. Es gibt allerdings eine Möglichkeit, eine kleine Stellschraube, an der auch ein Einzelner drehen kann, um dem Verbrauch von wertvollen Ressourcen wenigstens etwas Einhalt zu gebieten.

Tonerkartusche mit Sojafüllung

Mitte 2010 wurde zum ersten Mal in Deutschland eine Tonerkartusche vorgestellt, die mit Bio-Toner gefüllt war. In den USA wurde dieser Toner bis dahin schon einige Zeit erprobt. Um zu verstehen, was an der Tonerkartusche Bio ist, muss man die Funktionsweise eines Laserdruckers kennen. Der springende Punkt ist, das sich im Toner Harzpartikel befinden, die den Farbstoff während des Fixierens auf das Papier kleben. Diese Harzpartikel werden beim herkömmlichen Toner aus Erdöl hergestellt. Beim Bio-Toner werden diese Harze aus Soja gewonnen. Die Entwickler sprechen von 2 – 3 Litern Erdöl, die pro Tonerkartusche eingespart werden. Eine weitere Einsparung kommt hinzu, da zur Befüllung mit Bio-Toner leere Originalkartuschen recycelt werden. Außerdem versichert der Hersteller, dass die Gewinnung der bestimmten Harze aus einem Abfallprodukt der Futtermittelherstellung erfolgt. Die als Ausgangsmaterial verwendete Soja stammt aus nachhaltiger Landwirtschaft. Es müssen dafür keine neuen Anbauflächen geschaffen werden.

Das mag ein kleiner Schritt sein, er geht aber auf alle Fälle in die richtige Richtung. Alleine in Deutschland könnten so Millionen Tonnen Erdöl eingespart werden.

Keine Emissionen

Wissenschaftler wollen eine weitere positive Eigenschaft des Toners entdeckt haben. Bei dem Druckvorgang, während die Seite erhitzt wird und das Harz den eigentlichen Farbstoff fixiert, werden beim herkömmlichen Toner Kohlenwasserstoffe freigesetzt, unter anderem auch das gesundheitsschädliche Benzol. Bei der Benutzung des Soja -Toners entfallen diese Emissionen, da kein Erdöl Verwendung fand können sich auch keine Kohlenwasserstoffe bilden. Auch andere Ausdünstungen konnten in Laborversuchen bei der Nutzung von Bio – Toner nicht festgestellt werden.

Mittlerweile ist der Soja-Toner auch im Handel erhältlich. Die Palette der angebotenen Tonerkartuschen ist zwar noch begrenzt, aber für die wichtigsten bzw. am häufigsten anzutreffenden Laserdrucker gibt es den Bio – Toner.

Bild: Thaut Images – Fotolia

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